LA Kings
14 Spiele, davon 12 Siege und insgesamt 24 Punkte – Platz 1. Wie ein kalifornischer Sommertag liest sich die Bilanz der Kings aus der Pre Season. In der regulären Saison allerdings prasselte schon so mancher Regenschauer auf Los Angeles nieder. Statt 24 Punkte aus 14 Spielen heißt es 30 Zähler aus 30 Partien – glanzloses Mittelmaß und nur Platz 9 in der Western Conference.
„Das Überraschungsmoment in der Vorbereitung war mit Beginn der Saison verpufft, die Realität hat uns eingeholt“, meinen die einen mehr oder weniger gefasst, während andere kopfschüttelnd zu verstehen geben: „Aber das Potential ist doch da, wie wir gezeigt haben!“ Herzlich Willkommen im ewigen Dilemma des Sports, Los Angeles!
Allein ein Blick auf die Statistiken gibt den ersteren recht: Es scheint mehr auf die Realität als auf Potential hinauszulaufen. Im Powerplay und Penalty Killing, in der Team Defence sowie im Team Scoring haben sich die Kings jeweils in der unteren Hälfte häuslich niedergelassen. Hinzu kommt, dass mit Atlanta und Carolina nur zwei andere Clubs mehr Schüsse aufs eigene Gehäuse pro Spiel kassieren. Die Goalies demnach unter Dauerbeschuss und mit Nervenschwäche. Allein Jean-Marc Pelletier nähert sich mit 89,4% zaghaft der erwartbaren Save Percentage von 90 an, Macintyre sieht sich gar erst der 89er Hürde gegenüber.
Aber nur an den Torhütern lassen sich Erfolg oder Misserfolg eines Teams nicht festmachen. Speziell in LA vermisst man die Konstanz und Durchschlagskraft ihrer Führungsspieler. Während Namen wie Sedin, Willis und Morris blass bleiben, können sich immerhin Center Pierre-Marc Bouchard und Defender David Tanabe zufriedenstellend in Szene setzen. Mit ihren insgesamt 45 Punkten sind sie zwar alles andere als zu den Topscorern der GHL zu zählen, geben dem Rest ihrer Mannschaftskameraden aber die entscheidende Richtung vor: Spiele gewinnt man nur durch Tore.
Geht das noch mehr ins allgemeine Bewusstsein der Kings über, sind sie durchaus ein ernstzunehmender Kandidat im Kampf um die Play Off-Plätze im Westen. Nach dem letzten 5:4-Sieg über Atlanta konnte man bereits dreimal hintereinander punkten und bis auf 2 Zähler an das Tor zur Post Season heranrücken. Bis dahin aber muss sich Los Angeles noch über 52 schwere Begegnungen beweisen – mit hoffentlich mehr Toren für das eigene Potential.
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