Montag, 4. Dezember 2006

Teamanalyse - Philadelphia Flyers

Philadelphia Flyers

Einer durchwachsenen PreSaison sollte eigentlich eine Saison folgen, an denen sich die Fans nach langem wieder einmal erfeuen können. Denn trotz einem guten Kader konnten die Flyers um ihren GM Kunze nicht an vergangene Leistungen anknüpfen, die ihnen sogar schon einen Cupgewinn bescherten.
Am Kader kann es auch diese Saison nicht liegen, daß man zwar im Zielbereich angelehnt ist, aber mit 13 Niederlagen bei 15 Siegen nur im Mittelmaß liegt, bei dem man schnell weiter abrutschen kann wie erwünscht. Denn von Platz 12, den man derzeit mit 32 Punkten inne hat sind es nur 5 Punkte Abstand bis zum 23. Rang.
Schaut man sich die Statistiken an, so kann man relativ schnell die Sündenbockregion ausmachen. Denn der zweitbeste Sturm der Liga (99 Tore) steht einer nur mittelmäßigen Defense gegenüber. Hier mußte man schon 83 Gegentore hinnehmen, was in der Liga nur unteres Mittelmaß bedeutet. Trotz Verstärkung zu Saisonbeginn im Tor scheinen die Flyers auch hier ein Problem zu haben, denn Boucher weisst eine hohe Fangquote auf, verliert aber noch mehr Spiele als er gewinnen kann. Bei Ahonen ist es genau umgekehrt, mehr Siege, dafür aber eine recht unansehnliche Fanquote. Ob GM Kunze in diesem Bereich Veränderungen plant ist uns zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Was aber bekannt ist, ist das auch im Specialplay Trainingsbedarf besteht. Denn sowohl im Powerplay als auch im Unterzahlspiel steht man am unteren Teil der Liga.
Leitfigur ist und bleibt wohl bis zur Spielerrente Peter Forsberg, welcher jede Saison sein Vertrauen, was in ihn gesetzt wird bestätigt. Auch in dieser Saison ist er der Topscorer in seinem Team und der Leitwolf. Diese Saison scheint er auch Gagne mitziehen zu können, denn endlich ist auch Gagne gut in eine Saison gestartet. Mit Jim Slater hat GM Kunze einen dritten Mann im Team die derzeit das Tor treffen und derzeit zweistellig treffen konnten und so zum sehr guten Offensivergebnis beitragen konnten. Spektakulär wurde von vielen der Trade mit den Montreal Canadiens bewertet, als der Superstar der Canadiens nach Philadelphia zog. So richtig entfaltet hat sich aber J. Karlsson bis zum heutigen Tag noch nicht, es scheint, er vermag sein Potenzial auch hier nicht so entfalten, wie es seinerzeit von GM Rieger gefordert wurde. Mit 9 Toren und ebensovielen Assists steht er derzeit auf der teaminternen Wertung auf dem 5. Rang. Sicher ist, das die halbe Liga auf diesen Mann schauen wird und ob er GM Rieger die Tränen in die Augen treiben wird.
Aber trotz dieser durchwachsenen Leistung, trotz des derzeitigem Leistungstiefs sind die Flyers ein recht sicherer Kandidat für die Playoffs. Sollten sie sich endlich einmal so richtig zusammenraufen und als komplettes Team auftreten, dann sollten sie auch in der Division noch einiges erreichen können, gilt die Atlantic Division doch mit als stärkste Division der Liga. Dafür müssen sich die Flyers aber vor allem im Spiel nach hinten stabilisieren und weniger Schüsse aufs Gehäuse zulassen. Außerdem sollte vor allem im Powerplay eine enorme Steigerung erzwungen werden, um hier entscheidende Punkte zu gewinnen, anstatt zu verschenken.
Seien wir gespannt, was GM Kunze mit seinen Flyers hier noch anstellen wird.

Lesen Sie Ende der Woche dann die Analysen für die Teams aus Toronto, Buffalo und Minnesota.

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