Pittsburgh Penguins
Auf die Frage, welchem Ziel die Penguins in dieser Saison nachjagen wollen, antwortete GM Daniel Grossek zu Beginn der Saison noch voller Überzeugung: „Ganz klar, wir wollen unter die ersten Vier in der Conference kommen und dann in den Play Offs soweit kommen wie möglich. Der Stanley Cup wäre unser Traumziel.“
Von Platz vier, geschweige denn von Lord Stanley’s Cup wird in Pittsburgh momentan kaum die Rede sein. Zwar sind die Pinguine auf Endrundenkurs, das jedoch denkbar knapp und glücklich. Denn mit 31 Punkten sind sie gleichauf mit den Teams aus Atlanta und Montreal sowie den Rangers. Dicke Luft also in Pittsburgh und dünne Luft auf der Tabellenleiter.
Nach sehr verhaltenem Start drehten die Penguins zwischen dem 14. und 20. Spieltag bis zum Anschlag auf und holten aus 7 Spielen starke 13 Punkte. Das Team um Top-Scorer Jaromir Jagr schien die Wegvorgabe seines GMs begriffen und darüber hinaus sich auch selbst zum Ziel gemacht zu haben. Aber die aufkeimende Hoffnung und Euphorie schlug nach dieser Hochphase schnell wieder in Niedergeschlagenheit und Selbstzweifel um. Geradezu apathisch wirkte Pittsburgh kürzlich im Spiel gegen die Avalanche und verlor zuhause völlig verdient mit 1:4. Einzig im Powerplay – mit 26,3% Ligaspitze – überzeugen Grosseks Schützlinge außerordentlich und wissen zu begeistern. Dass das allein aber nicht für Traumziele reicht, selbst nicht mit einem bestens aufgelegten Jaromir Jagr (15G, 20A) in den eigenen Reihen, das wird den Fans und Verantwortlichen vor allem nach den letzten 10 Spielen mehr und mehr bewusst, wovon man lediglich 3 für sich entscheiden konnte.
Die logische Konsequenz der Misere sind für gewöhnlich Spieler bedingte Veränderungen. Grossek jedoch scheint nicht nur den ein oder anderen Trade zu fordern, sondern fasste den Mut und ist zum kompletten Umbau seines Teams bereit: Bis auf den schon erwähnten Günstling Jagr und auch Martin Havlat sind alle Spieler vom Management freigegeben worden. Die großen Trades für die Wende nach diesem Ausruf lassen allerdings noch auf sich warten.
Offensichtlich muss sich GM Grossek also mit Psychotricks aus der Mottenkiste behelfen, um das angeschlagene Nervenkostüm seiner Penguins wieder in Selbstvertrauen umzukehren. Die Tatsache, dass noch nicht einmal die Hälfte der Saison gespielt ist und Pittsburgh trotz Probleme auf einem Play Off-Platz rangiert, sollten ihm und seinen Spielern dabei mehr als willkommen sein.
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