Dienstag, 30. Januar 2007

Die GHL Saison 8 im Überblick

Die Saison geht in die heiße Phase, bei manchen GM's liegen die Nerven blank. In der

heutigen Ausgabe möchte ich den Stand ein wenig transparenter gestalten.

Eastern Conference:
Anfangs sah es ganz nach einer absoluten Dominanz der New Jersey Devils aus. Nach einem Leistungseinbruch ist aber derzeit die Spitze näher aneinander gerückt. Vor allem Florida und Buffalo liegen in Lauerposition für den Conferencesieg. Buffalo hatte eine lange Durststrecke zu bewältigen, kämpften lange um einen recht gesicherten Platz oberhalb der gestrichelten Linie. Auch die Penguins haben eine längere Zeit benötigt, um zu sich zu finden. Aber nun hat es Jagr geschafft, den Rest des Teams so zu motivieren, daß auch diese aus ihrer teilweisen Lethargie erwachten. Heiß ist der Kampf zwischen Ottawa und Montreal, in den letzten Tagen trafen sie oft aufeinander und meist war es Lotterie, wer den Sieg davon trug. Am Ende mußte sich GM Rieger finanziell für demoliertes Mobiliar verantworten, welches während mancher Wutausbrüche zu Bruch gingen. Absolut nicht läuft es für die Islanders, welche weit abgeschlagen am Tabellenende ihr Dasein fristen.

Western Conference:
Im Westen nichts neues, könnte man meinen. Aber gefehlt... Seit GM Gloeden mit seinen Mannen aus Ottawa nach Detroit zog, weht ein schärferer Wind um die Nasen der Haie. Und diesen scheint derzeit ein wenig die Puste auszugehen im Zweikampf um den Gewinn der Conference. Da aber auch im Moment die Wings ein paar Federn lassen, ist es den Flames gelungen, sich still und heimlich an das Führungsduo heranzupirschen. GM Kreter verzweifelte schon mehrere Saisons lang und dachte schon an Aufgabe, aber diese Saison scheinen die Mannen entflammt und spielen endlich den Eishockey, den man sich in Calgary wünscht. Während im Osten der Abstand des 8ten und 9ten mittlerweile schon beachtliche 7 Punkte beträgt, sind diese 7 Punkte im Westen der Abstand zwischen den 8.platzierten Avalanche aus Colorado und den derzeit vorletzten Kings aus LA. Überraschend findet man zur Zeit die Coyotes auf einem Playoffrang wieder und das, wo sich im Grunde kein Spieler richtig hervortuen kann. Einzig Jungster Malkin liefert mit seinen derzeit 25 Toren eine beachtliche Leistung im Trikot der Coyotes ab.

Nennenswertes:
Schaut man sich ein wenig in den Statistiken der Liga um so kann man hier auch ein paar schöne Leckerbissen finden. So stach zum Beispiel das Spiel der Blues bei den Sharks hervor, in welchem sage und schreibe 14 Tore fielen, je 7 auf jeder Seite. Das Spiel mit den meisten Strafminuten hingegen fand in New York statt, als die Rangers auf die Wild trafen. Insgesamt 95 Strafminuten wurden in diesem Spiel verhängt, K. Tkachuk (5S), A. Ladd (4S) und Bernier (2S) stachen in diesem Spiel besonders hervor. Aber Ottawa bleibt Spitzenreiter was PIM in einem Spiel angeht, denn im Spiel gegen Vancouver wurden sage und schreibe 64 PIM gegen sie verhängt (gg Van nur 14 in diesem Spiel). Jeweils 29 PIM pro Spiel wurde hingegen schon gegen 3 Spieler verhängt. M. Grenier (PHO), J. Niinimaa (MIN) und D. McGillis (FLA) schafften es jeweils in einem Spiel für 29 Minuten vom Eis gestellt zu werden.
Die meisten Saves hat derzeit M. Denis zu verzeichnen. Damals noch im Trikot der Lightning konnte er gegen Atlanta 46 der 49 Schüsse halten, 3 gingen ins Tor, 2 schoß man und verlor. Die meisten Tore in einem Spiel erzielte Youngster P. Sharp von den Sharks, als es ihm im Spiel gegen die LA Kings (7:6) 5 der 7 Tore zu erzielen und ein Tor noch selbst vorzubereiten.

Norris Trophy:
Hier ist ein spannender Dreikampf im Gange. J. Niinimaa (MIN), E. Jovanovski (DET) und T. Kaberle (TOR) kämpfen derzeit am kräftigsten um diese begehrte Trophäe. Aber auch C. White (DET), J. Girard (ATL) und B. Seabrook (NJ) sollte man nicht aus dem Auge verlieren, denn sie liegen in Lauerstellung. Wenn man sich an letzte Saison erinnert, wird man daran denken müssen das ein D. Morris aus San Jose noch mit den letzten 3 Partien die verlorengeglaubte Trophäe erobern konnte.

Vezina Trophy:
Hier liegt in dieser Saison C. Ward aus San Jose weit vor seinen Konkurrenten. Er spielt eine sehr gute, konstante Saison und konnte auch schon 7x seine Gegner komplett zur Verzweiflung bringen. Ob dieser Vorsprung ausreicht ist ganz schwer vorherzusagen, da er zum Ende der Saison seinem Backup öfters das Feld überlassen wird. Hinter ihm lauern in guter Positionen der Altmeister aus Russland N. Khabibulin, welcher in Buffalo anheuerte, J. Giguere aus Calgary und B. Boucher aus Philadelphia. Aber auch bis Dubnyk auf Rang 7 ist im Grunde noch alles möglich, da jeder erreichte Shutout die Chancen um einiges verbessert.

Calder Trophy:
Nach dem harten Zweikampf im letzten Jahr zwischen Dubnyk und Sharp geht es in dieser Saison vergleichweise ruhig zu. Derzeit führt P. Prucha von den Islanders die Wertung an. Ihm folgen Tremblay aus Montreal und Urquhart aus Tampa Bay. Aber auch B. Mueller (CLB), P. Dupuis (VAN) und B. Pouliot (CGY) dürfen sich bei entsprechender Leistung noch Hoffnungen machen.

Sie sehen, für den Rest der Saison ist ausreichend Zündstoff enthalten. Freuen Sie sich auf die restlichen 16-18 Spiele, sie werden viel Brisanz enthalten. Ebenfalls ist die Vorfreude bei einigen Spielern groß, denn es stehen die Allstarspiele auf dem Plan. Goongame, Allstargame, sogar über ein Youngstargame wird nachgedacht. Also... Auf geht's zu neuen Taten...

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